augmented virtual reality reise

Ich probiere bekanntlich gern Neues aus, also gehen auch die aktuellen technischen Entwicklungen nicht an mir vorbei. In der Reisebranche kündigt sich schon seit einigen Jahren ein fundamentaler Wandel an. Klassische Kataloge haben bald vollends ausgedient und werden von Virtual Reality Brillen abgelöst.

Mit ihnen kann man an der Reling des Kreuzfahrtschiffes entlang schlendern, das Taj Mahal besuchen oder einen Spaziergang durch London unternehmen. Bevor man ein Hotel bucht, kann es virtuell inspiziert und das beste Hotelzimmer ermittelt werden. Keine Enttäuschungen mehr!

Ein besseres Verkaufsargument gibt es wohl nicht und deswegen ist diese Technologie auch so interessant für den Reisemarkt. Allerdings nutzt in Deutschland bisher nur eine überschaubare Anzahl von Reisebüros diese virtuellen Bildwelten. Und auch die Veranstalter müssen den Trend erst für sich entdecken und entsprechende Inhalte liefern.

Experten rechnen jedoch damit, dass es bis 2025 vollkommen normal sein wird, sich sein Urlaubsziel per VR-Technologie auszusuchen – und das sogar von der häuslichen Couch aus.

Besser informiert mit Augmented Reality

Während Virtual Reality den Nutzer in fremde Welten entführt, stellt Augmented Reality genauere Informationen zur aktuellen Umgebung zur Verfügung. Eine der bekanntesten Apps hierfür ist Wikitude. Reisende können sich mit dieser Anwendung unter anderem Fakten zu den Sehenswürdigkeiten anzeigen lassen, vor denen sie gerade stehen. Ein ähnliches Beispiel ist die Bilderkennungs-Anwendung Google Lens, die im Oktober 2017 veröffentlicht wurde.

Bevor die neue Technologie vollständig den Markt erobert, unterstützt sie heute erst einmal ihre Vorgänger. Wer Reisekataloge durchforstet und dabei den zugehörigen QR-Code scannt, erhält zusätzlich Informationen und Bilder zu Hotels und Umgebung.

Unbestreitbare Vorteile bieten Virtual und Augmented Reality dem reisefreudige Volk also schon heute, grandios viele Möglichkeiten werden folgen. Doch eines werden diese Wunderbrillen und -Apps nie können: Ein echtes Reiseerlebnis ersetzen. Deswegen rate ich unbedingt dazu, neue Orte immer auch mit den eigenen Sinnen zu erkunden.

Headerfoto von Scott Webb on Unsplash